Gabriel's Geheimnisse

GrabielJanuar 2016: Der Mann ist wirklich Stolz auf seine Aufklärungs-Bemühungen.

Nun hat er eine neue Duftmarke für gelebte Demokratie 3.0 gesetzt:
Bezug auf den Spiegel-Artikel vom 28.1.2016.

 

Dieser Mann hat es ermöglicht:
Ein beschränkter Personenkreis erhält die Berechtigung eine beschränkte Dokumentenauswahl innerhalb einer beschränkten Zeitspanne in einer beschränkten Räumlichkeit einzusehen.

 

Das klingt nach Geheimniskämerei, also amerikanisch motiviert, es kann sich also nur um TTIP-Dokumente handeln.
Man wundert sich über den freizügigen Umgang mit solcherlei hochgeheimen Dokumenten. Ob das im Sinne der selbsternannten Erfinder der Demokratie ist ??
Mittlerweile hat ja auch fast der letzte Bürger kapiert, dass hier ein öffenliches Interesse an den Verhandlungs-Gegenständen eher als lästig und unerwünscht empfunden wird. Da die Empörung im Volk aber immer grössere Wellen schlägt wird es für die Protagonisten langsam Zeit ein paar Nebelbomben zu werfen.

Von den Handlangern des Finanzkapitals und der globalen Groß-Konzerne kann man jedoch keine diesbezügliche Aufklärung erwarten. Es geht hier um den Ausbau und die Erweiterung des gewonnenes Terrains für globale Geschäfte, um erleichterte Handelsbedingungen, um die Durchsetztung der störungsfreien Generierung sicherer Profite. Es geht um die eigene Nachhaltigkeit, die Absicherung der selbstgemachten Handelsverträge, vorbei an all den entgegenstehenden Voksinteressen. 
Wer hat denn überhaupt von denPolitikern noch die Kompetenz, die Berechtigung Aufklärung zu betreiben ? Die haben sich doch alle schon längst durch eigens unterschriebene Verträge zum Schweigen verpflichtet, haben selbst kein Recht mehr auf eine eigene Meinung.
Sie alle sind Teil des Problems, nicht der Lösung.

Populismus und Rauchbomben sind die adäquaten politischen Werkzeuge der Neuzeit.

Trotzdem passt diese Gabrielsche Pseudo-Aufklärungs-Aktion gut in die Schlagzeigen dieser Woche:
Es ist Faschingszeit ! Ja, so kann man es doch auch sehen: Als willkommene Volksbelustigung ! 

Ich selber habe mich nach längerer Überlegung zu dieser Interpretation entschieden weil mir der Hals anschwillt und der Kragen platzt, sollte ich das Ernst nehmen.

Im übrigen: Wer dieses heilige Gabrielsche Aufklärungszimmer betritt (dürfen jetzt Landesminister und Ministerpräsidenten rein) der darf

  • Keinen Bleistift mitnehmen,
  • Kein Handy mitnehmen,
  • Kein Fotoapperat mitnehmen,
  • Nichts weitererzählen (Geheimhaltungspflicht)
  • Nur max. 2 Stunden anwesend sein
  • Wird als Besucher registriert

Im Grunde könnten aber auch schon diese Informationen geheim sein ??
Zum Abschluß noch einige Verbesserungsvorschläge :

  • Man könnte doch die Aufklärungs-Räumlichkeiten mit ein paar Luftschlangen dekorieren. Damit würde der Charakter einer Abiturprüfung (wie es der Spiegel schreibt)
    etwas gemildert.
  • Auch könnte man einige Monitore aufstellen und Videos präsentieren, die die Zustände in Guantanamo dokumentieren. 
    Dies nätürlich nicht als Anklage der dortigen Zustände sondern nur als dezenter Hinweis darauf wie es einem gehen kann, wenn man Geheimnisse verrät.
  • Ein weitere Möglichkeit wurde jedoch schon duch die Veröffentlichung der Existenz dieser Aufklährungsstätte vereitelt.
    Man hätte die Existenz des Aufklärungs-Zimmers verheimlichen sollen !   Warum ?
    Nach ein paar Jahen, wenn TTIP in trockenen Tüchern ist kann man den Leuten ezählen : Es gab doch frühzeitige Aufkärungsbestrebungen ! Keiner hat sie genutzt.

Ich darf ja da sowieso nicht rein, würde aber gerne wissen ob man dort als Besucher auch eine Faschings-Narrenkappe aufsetzen darf ???
Und ob man das dann auch weitererzählen darf ??

Weitere ernsthaftere Infos:

-> Mehr Demokratie        -> ATTAC



 U.Skell