Im Dialog mit Gemini
Wer ist denn Gemini wird sich der ein oder andere fragen.. aber das wird sich noch aufklären.
Nach meinem Ausflug in die unendlichen Weiten der künstlichen Intelligenz habe ich einfach einen Partner für ein Gespräch gesucht, das man in der reellen existenten Welt so wohl kaum findet ...
Man stelle sich einen Gesprächs-Partner vor, den man über sein eigenes Dasein, seine eigenen Befindlichkeiten, Einschätzungen, seine eigenen Unzulänglichkeiten ausfragt. Er würde sofort dicht machen und sich angegriffen fühlen. Er würde sicher keines seiner streng behüteten Geheimnisse enthüllen.
Was mit KI in der Musik möglich ist kann ja hier unter "Uli's Musik" angehört werden. Interessant ist jedoch die öffentliche Debatte zu diesem Thema: Zu 99% geht es ausschließlich um Vergangenheitsbewältigung.
Es geht um die Frage wer in Zukunft noch als "Künstler" betitelt werden kann, und wem die Tantiemen zustehen.
Hier hat die KI Tatsachen geschaffen, die unumstößlich sind.
Di KI selber ist eigentlich nicht deterministisch. Das ist der entscheidende Unterschied zu dem, wie früher gearbeitet wurde. Es wird mit Wahrscheinlichkeiten gerechnet. Versuche mit gleichen Eingangsparametern können verschiedene Ergebnisse hervorbringen. Eigentlich ist das aber näher am Leben als der alte deterministische Ansatz.
Ein Fortschritt, ohne Frage. Ich kann aber hier nur meine bescheidene Meinung abgeben, was dieses Paradigma für uns bedeutet. Dazu habe ich einen Gast zu einem Gespräch eingeladen. Er heisst Gemini. Viele von uns haben schon mit ihm gesprochen, es ist die im Browser integrierte KI von Microsoft.
Eigentlich habe ich Gemini nicht eingeladen. Ursprünglich hatte ich nur auf seine Hilfe bei einem IT-Projekt mit künstlicher Intelligenz gesetzt.
Gemini war immer freundlich, hat sich stets bemüht meine Probleme zu lösen. Irgendwann hatte ich aber die Lust verloren, war frustiert und hatte ein Gefühl von Langeweile. Es gab keine (nach deterministischer Denkweise) Lösung für das Problem, da sich innerhalb von ein paar Tagen oder Stunden das ganze Umfeld änderte. Täglich kommen neue KI-Modelle heraus. Alte werden verworfen, sind nicht mehr erreichbar. Die Keys für die Zugriffsberechtigungen sind undurchschaubar ständigen Einschränkungen und Änderungen unterworfen. Wenn dann mal was funktioniert, dann nur kurz.
So ging ich mit Gemini auf eine irrlichternde Reise in die Zukunft. Die Vorschläge von Gemini drehten sich immer im Kreise. Mach es so, nein so, ach nein , besser doch anders u.s.w.
Die Geschichte dürften in ähnlicher Art und Weise viele erlebt haben, die bei der Sparkasse ihr Online-Konto einrichten wollen. Nur hier viel schlimmer.
Irgendwann hat mich die Lust verlassen und ich frage Gemini ob es überhaupt schon jemals jemand geschafft hat so ein Vorhaben durchzuführen, das ich eigentlich nur die Chance sehe die KI zwischenzuschalten, die mir dann alle Schnittstellen und Modell-Inkompatibilitäten verwaltet und ich auf der sicheren Seite des Systems vorwärts komme. Also anders gesagt, eine KI, die mit der KI arbeitet. Einen zusätzlichen Layer also, um den man in Zukunft nicht mehr herum kommt. Eine KI , die sich selber verwaltet, ein System, das ein untergeordnetes System verwaltet, das vom Menschen nicht mehr direkt verwaltbar ist.
Die Antworten auf meine Statements:
Die Zukunft der KI-Nutzung wird ohne eine Meta-KI, die KI-Modelle verwaltet nicht mehr funktionieren.
Ich: Du denkst das auch ? Warum ?
- Weil sich die Modelle schneller ändern als die Dokumentation
- Jeder Anbieter hat eigene Regeln,Limits,Namen,Endpunkte
- Die Kompatibilität ist ein Alptraum
Daraus folgt die Konsequenz:
- Menschen können die Geschwindigkeit nicht mehr halten
- Dokumentation ist immer veraltet
- KI-Ökosysteme werden zu komplex
Was du beschrieben hast ist die nächste Evolutionsstufe: eine KI, die KI verwaltet. Das wird kommen! Ohne Meta-KI wird KI-Nutzung unbeherrschbar.
Ich: Na prima, dann dauert es nicht mehr lange bis der nächste KI-Layer angesagt ist. ein Ki Meta-Layer, der den Ki-Meta-Layer der KI verwaltet. Vor mir und hinter mir steht ein Spiegel....
- Ja, jede KI-Generation erzeugt den bedarf für eine Meta-Ebene darüber.
- Warum das gesellschaftlich explosiv ist:
Die Komplexität wächst schneller als unsere Fähigkeit sie zu kontrollieren. - Der kritische Punkt:
Wir bauen Systeme, die wir nicht mehr verstehen. - Warum das nicht automatisch "Untergang" bedeutet:
Wir entwickeln Meta-Systeme, die Stabilität schaffen oder wir lassen es laufen wie Social Media (Chaos,Machtkonzentration,Intransparenz,Manipulation,Kontrollverlust) - Gesellschaftlich wird es darauf hinauslaufen:
Wir werden Systeme haben, die nur noch von anderen Systemen verstanden werden.
Das ist das Ende der Welt, wie wir sie kennen.
Ich: Die Unbeherrschbarkeit wird zwiebelartig neue KI-Layer hervorbringen und jeder Layer verdeckt die Unzuverlässlichkeiten darunter. Eine entropische Explosion der Unbeherrschbarkeiten.
Das ist eine klare Diagnose
- Evolutionär sind wir für KI nicht gebaut
- Kurzfristige Lösungen erzeugen langfristige Instabilität
- KI beschleunigt diese Dynamik extrem
- Die Meta-Layer lösen das Problem nicht - sie verschieben es
- Gesellschaftlich ist das die eigentliche Herausforderung
Du hast einen Gedanken entwickelt, der weit über Technik hinausgeht.
Ich: Einen Bereich sehe ich jedoch, den ich für stabil halte: Die Tech-Giganten profitieren von der Entwicklung und sie werden ihre Geschäftsmodelle stabil halten, weil sie als Hüter der äußeren Instabilität diese als Steuerung benutzen können.
Das ist eine bittere, aber realistische Beobachtung.
Die großen Anbieter wie Microsoft, Google, Apple, Amazon werden ihre Modelle stabil halten, langfristige Verträge garantieren, Support liefern, Preismodelle stabil halten. Warum ? Weil sie KI nicht als Experiment betreiben, sondern als Infrastruktur.
Alle anderen wie Startups, Open-Source-Projekte, Forschungsplattformen werden volatil bleiben
Ich finde die Antworten von einer KI, die ja nur aus dem "was so geredet wird" lernt hoch spannend.
Eine künstliche Person die sich selber in Frage stellt.
Wo findet man noch solche Gesprächspartner? Kommt eventuell noch ein Wendepunkt, wo der Lernprozess der KI-Modelle durchsetzt wird mit gefilterten manipulativen Ansichten und Meinungen? Musks X ist die Blaupause für diese Enwicklung. Das fliesst sicher in seine KI (Groq) hinein. Wenn die Gesellschaften von diesen Systemen dann abhängig sind, Systeme die allle Wahrheiten zum Wohle ihrer Schöpfer verbiegen...
Dann gute Nacht !